Spenderorgane aus 3D-Druckern

In unserer smarten Welt wird immer mehr möglich: Gewebe bis hin zu Spenderorganen,
die bisher ausschließlich von anderen Menschen oder Tieren stammten, können in Zukunft künstlich im Labor hergestellt werden. Dieser schnelle und bedeutende Fortschritt wirft aber auch Fragen der Sinnhaftigkeit und Ethik auf.

Staatliche Fachober- und Berufsoberschule Ingolstadt

Oberer Graben 4, 85049 Ingolstadt

12. Juli 2017, 15:00

Kategorien: Medizin     Technologie     Philosophie

PhotographerMan : no title , CC 0

Thesen

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Die Vorteile von Spenderorganen aus zukünftigen 3D-Druckern, die man in kurzer Zeit maßgeschneidert herstellen kann, liegt auf der Hand. Dennoch müssten gesetzliche Vorschriften die Herstellung und Vergabe der Organe regeln.

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Da die Entwicklung noch in den Kinderschuhen steckt, können nur Teile eines Organs künstlich durch 3D-Drucker erzeugt werden. Viele Organe sind zu komplex, als dass ein völliger Ersatz durch künstlich erzeugten Organen überhaupt möglich wäre.

3

Internationale Standards müssen beachtet werden, so dass Länder, Firmen, aber auch Einzelpersonen sich keinen Vorteil durch diese neue Zukunftstechnik verschaffen können.

4

Die Kirche sieht die Spende von Organen - egal ob durch eine menschliche Spende oder eine Spende mit Hilfe einer neuen Technologie - als Akt der Nächstenliebe, so lange dies ohne Profit erfolgt.

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Jeder von uns sollte mit den eigenen Organen verantwortungsvoll umgehen, um eine Organspende zu vermeiden!

Gewebe bis hin zu Spenderorganen, die bisher ausschließlich von anderen Menschen oder Tieren stammten, könnten in Zukunft künstlich im Labor hergestellt werden. Unter anderem durch die neue Technologie des 3D-Druckens. Dieser schnelle und bedeutende Fortschritt wirft aber auch Fragen der Sinnhaftigkeit und Ethik auf, die wir in unserem Café mit drei Experten aus den Bereichen Ethik, Technologie und Medizin diskutiert haben.

Experte

Herr Christian Seppenhauser
Berufliche Oberschule CC BY NC ND
Herr Christian Seppenhauser

Berufliche Oberschule Ingolstadt

Herr Seppenhauser hat Religion in Regensburg studiert und beschäftigt sich auch in seiner Freizeit mit dem Thema Spenderorgane. Als Mitglied der katholischen Kirche hat er eine sehr dezidierte und differenzierte Meinung zu unserem Thema!

Experte

Volker Morath
Technische Universität München : Volker Morath , CC BY NC ND
Volker Morath

Technische Universität München

Volker Morath arbeitet in München an der Technischen Universität am Lehrstuhl für Biologische Chemie auf dem Gebiet Protein Engineering und Design. Ziel der Arbeiten ist es einerseits, künstliche Proteine mit neuen Funktionen in rationalen wie auch kombinatorischen Forschungsansätzen zu konstruieren. In diesem Zusammenhang konnte die Arbeitsgruppe in den letzten Jahren auch eine Reihe von Methoden entwickeln, die es gestatten, natürliche Proteine mit wichtigen biologischen Funktionen funktionell und strukturell zu analysieren.

Experte

Prof. Dr. Andreas Riener
THI Prof. Riender : Prof. Andreas Riener , CC BY NC ND
Prof. Dr. Andreas Riener

Technische Hochschule Ingolstadt

Andreas Riener stammt aus dem oberösterreichischen Linz. Seit September 2015 lehrt er an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik an der Technischen Hochschule Ingolstadt (THI). Schwerpunkt seiner Forschung ist der Bereich eingebettete Systeme mit Fokus auf Mensch-Maschine-Schnittstellen bzw. Fahrer-Fahrzeug-Interaktion.

Betreuer

Kathrin Bührle

Staaliche Fachober- und Berufsschule

Begleiter

Technische Hochschule Ingolstadt

Technische Hochschule Ingolstadt

DieTechnische Hochschule Ingolstadt unterstützt uns mit :-) Prof. Dr. Andreas Riener ist von der Fakultät Elektrotechnik und Informatik und wird am Café als Experte mit uns diskutieren!

Begleiter

Technische Universität München - Lehrstuhl Biologische Chemie

Die Arbeitsgruppe um Prof. Skerra vom Lehrstuhl Biologische Chemie der Technischen Universität München unterstützt uns beim Café. Volker Morath und sein Kollege werden bei der Diskussion um Spenderorgane aus 3D-Druckern als Experten zur Seite stehen.

AG

Junior Science Café-AG FOS/BOS Ingolstadt

Autoren

FS11d

Als engagierte und motivierte 11. Klasse des Sozialwesens interessieren wir uns auch für naturwissenschaftliche Themen, weshalb wir uns diese einmalige Chance nicht entgehen lassen wollten und eine eigene Café-Session organisiert haben :)