Na, Meeresklima?

Die Schüler-AG „Na, Erde?“ am Neuen Gymnasiums Oldenburg (NGO) hat ihr mittlerweile viertes Schüler-Wissenschaftscafé im Schlauen Haus durchgeführt.

Diesmal haben wir uns im wirklichen und übertragenen Sinne mit drei Fragen zum Meeresklima beschäftigt: Nimmt Ozeanwasser Kohlenstoffdioxid auf? Verändert sich der Vogelzug an den Küsten? Ist die Nutzung von Windenergie auf dem Meer sinnvoll?

In der Vorbereitung haben wir uns im Bildtelefonat mit einem Wissenschaftler auf einem Forschungsschiff im Pazik unterhalten. Dabei hat uns neben der Klimaforschung und dem Leben an Bord auch die Navigation interessiert. Außerdem haben wir uns im letzten Herbst an der Malaktion zu den Zugvogeltagen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer und im Frühjahr an einem Präsentationswettbewerb zur Offshore-Windenergie beteiligt.

Neues Gymnasium Oldenburg

Schlaues Haus, Schlossplatz 16, 26122 Oldenburg i.Oldb.

19. Mai 2017, 18:00

Kategorien: Umwelt

AG "Na, Erde?" : Hochseeinsel Helgoland , CC BY NC ND

Thesen

1

Durch den Menschen gelangt zu viel Kohlenstoffdioxid in die Atmosphäre, z.B. durch Autos, Flugzeuge, Kohlekraftwerke und Fabriken. Dadurch erhöht sich die Temperatur auf der Erde und der Meeresspiegel steigt. Überschwemmungen und Naturkatastrophen verursachen auch Schäden auf der Erde. Wasser an der Ozeanoberfläche kann allerdings auch Kohlenstoffdioxid aufnehmen und so dem Treibhauseffekt entgegenwirken. Man kann auch durch sein eigenes Verhalten etwas gegen den Klimawandel tun.

2

Es gibt 14.000 Zugvogelarten, die man in Kurzstrecken- und Langstreckenflieger unterteilen kann. Mehrere Milliarden Zugvögel fliegen pro Jahr von Europa nach Afrika. Auf dem Meer werden nicht alle Vogelarten von Windrädern gestört. Der Klimawandel könnte den Vogelzug verändern.

3

Bei der Anordnung von Windenergieanlagen in einem Windpark auf See muss man bestimmte Regeln beachten, um eine optimale Windausbeute zu erhalten. Die Rotoren von Offshore-Windenergieanlagen sind bis zu 70 Meter lang. Die Anlagen haben je drei Rotorflügel, da sie dadurch besonders stabil sind und es günstig für die Energienutzung ist. Es werden neue Technologien für die Speicherung entwickelt und getestet.

4

Auf dem Meer werden Computer für die digitale Auswertung der Forschungsdaten und für die Standortermittlung von Windenergieanlagen genutzt. Smarte Programme ermöglichen eine effiziente Steuerung der Windanlagen sowie in entfernten Gegenden und bei schlechtem Wetter auch Telemedizin auf Schiffen.

5

Über Skype können Forscher auf See Schülerinnen und Schüler an ihrer Forschung teilhaben lassen. Auch Schüler können per Webcam Experimente auf eine Leinwand übertragen.

Experte

Eike Ait Liebenow

Stiftung Offshore-Windenergie, Varel

hat in der AG "Na, Erde?" den Wettbewerb "Offshore-Windenergie INSCHOOL" durchgeführt. Er ist Experte bei Fragen rund um die Windenergie auf dem Meer.

Experte

PD Dr. Heiko Schmaljohann

Institut für Vogelforschung "Vogelwarte Helgoland", Wilhelmshaven

hat mehrere Jahre in der Vogelwarte auf Helgoland gearbeitet. Er forscht über den Vogelzug und seine Veränderung.

Experte

Dr. Oliver Wurl

Institut für Biologie und Chemie des Meeres, Oldenburg/Wilhelmshaven

arbeitet am ICBM-Terramare, einem Institut der Universität Olenburg in Wilhelmshaven. Er forscht zum Austausch von Kohlenstoffdioxid zwischen der obersten Ozeanwasserschicht und der Atmosphäre. Die AG "Na, Erde?" hat ein Bildtelefonat mit ihm durchgeführt, während er sich mit dem Forschungsschiff Falkor im Pazifik befand.

Betreuer

Bernhard Sturm

Neues Gymnasium Oldenburg

AG

Schüler-AG „Na, Erde?“
Schüler-AG „Na, Erde?“

Bei dem Namen der AG „Na, Erde?“ haben sich die Schülerinnen und Schüler des Neuen Gymnasiums Oldenburg Folgendes gedacht: Sie stellen mithilfe der Naturwissenschaften, Chemie und Physik, der Erde Fragen und beantworten diese. Derzeit sind sie 17 Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 12. Die AG besteht seit dem Schuljahr 2009/2010.

Schule

Neues Gymnasium Oldenburg

Oldenburg, Niedersachsen

Autoren

AG "Na, Erde?"

Die Schüler-AG existiert seit dem Schuljahr 2009/2010 und beschäftigt sich mit naturwissenschaftlichen Fragen an die Erde, gemäß dem Motto: "Na, Erde, wie geht es dir?". An diesem Café haben Schülerinnen und Schüler aus den Jahrgängen 5 bis 12 mitgewirkt.