Die Zukunft der bemenschten Raumfahrt

Am 20. Juli 1969 in den USA bzw. am 21. Juli in Europa landeten die ersten Menschen auf dem Mond.
Wie sieht es heute und in Zukunft mit der bemannten Raumfahrt aus? Ist sie sinnvoll? Welche Gefahren drohen z.B. bei einem Flug zum Mars?
An der Kieler Universität werden Messinstrumente entwickelt, die bei mehreren Weltraumprojekten zum Einsatz kamen. Als Experten haben wir daher den an den Projekten beteiligten Professor Dr. Robert Wimmer-Schweingruber eingeladen, der uns Rede und Antwort stehen wird.

Gymnasium Elmschenhagen

Allgäuer Str. 30, 24146 Kiel

21. Juli 2016, 19:00

Kategorien: Technologie     Astronomie

NASA-Imagery CC 0

Thesen

1

Ist es nötig weiterhin Menschen in das Weltall zu schicken oder reichen eventuell Sonden?

2

Was für Probleme bestehen bei der bemenschten Raumfahrt und wie kann man diese lösen?

3

Wann können wir mit einer bemenschten Raumfähre rechnen, die weiter fliegt als die bisherigen?

4

Wo liegen die Grenzen der bemenschten Raumfahrt?

5

Weltraumtourismus – Science-Fiction oder Realität?

Das Junior-Science-Café am 21. Juli 2016 war ein voller Erfolg. Unser Experte Herr Professor Doktor Wimmer-Schweingruber ist mit viel Bereitschaft auf unsere Fragen eingegangen und insgesamt lief das Projekt genauso wie geplant. Auch Die Zuschauerschaft hatte interessante Fragen, die allesamt beantwortet werden konnten, wodurch nicht nur wir, sondern auch alle unsere Besucher etwas dazulernen konnten. Es war eine außerordentlich bereichernde Erfahrung für uns alle und wir freuen uns, dass das Projekt auch bei den Gästen, wie zum Beispiel einige andere Schüler unserer Schule, so gut ankam.

Unser Café leiteten wir mit einem Film der Mondlandung ein, da diese genau 49 Jahre vor dem Gesprächsabend stattgefunden hat.

Ist es nötig weiterhin Menschen in das Weltall zu schicken oder reichen eventuell Sonden?

Als Einführung in das Café begann unser Experte über diese Frage zu reden. Dabei erwähnte er hauptsächlich den Forschergeist des Menschen: Der Mensch sei von Natur aus von der Neugier geprägt und genau dies ist es, was den Weltraum für uns so verlockend macht. Außerdem ist es ein vollkommen anderes Gefühl, die berechneten Gebiete zu besuchen und dort durch Menschen messen zu lassen, als Sonden dorthin zu schicken.

Was für Probleme bestehen bei der bemenschten Raumfajrt und wie kann man diese lösen?

Da sehr viele Themen angesprochen wurden, werden hier nur zweien ebendieser angeführt.

Zuallererst bestünde ein Probelm bei dem Bereisen eines Planeten darin, die Rakete erneut zu starten. Das Langen wäre möglich, aber der Aufwand, eine Rakete auf entsprechende Fluchtgeschwindigkeit zu beschleunigen, ist auch auf der Erde sehr groß. Wenn ein Planet also bereist werden würde, wäre eine Konforntation mit diesem Problem unausweichlich.

Außerdem sind die Astronauten im All einer sehr großen "kosmischen Strahlung" ausgesetzt. Diese ist radioaktiv und es ist bisher noch nicht geklärt, inwiefern sie schädigend für den menschlichen Körper ist. Gerade da man zu weiter entfernten Objekten dementsprechend länger fliegen muss, kann dies unter Umständen zu großen Gefahren für den Astronauten führen.

Wann können wir mit einer bemenschten Raumfähre rechnen, die weiter fliegt als die besherigen?

Es gibt bereits einige Projekte, die versuchen Marsreisen zu verwirklichen. Diese sind allerdings natürlich mit einem sehr hohen Preis verbunden. Der Professor sagte allerdings, dass es schon bald konkrete Ideen zu diversen Bereisungen geben könne, da die Wissenschafter langsam anfangen, die wirklichen Probleme zu sehen. Demnach wird es noch einige Jahre dauern, allerdings werden wir nicht mehr allzu lange warten müssen.

Wo liegen die Grenzen der bemenschten Raumfahrt?

Das hängt ganz davon ab, wie weit wir bereit sind zu gehen. So bestünde die Möglichkeit eine Reise über Generationen zu einem anderen Stern zu schicken. Dann stellt sich allerdings die Frage, inwiefern der Auftrag erhalten bleiben wird. Wird sich die Besatzung irgendwann weigern, weiter zu forschen und von de Mission abkommen? Und wie können wir weiter mit ihnen kommunizieren, wenn man bedenkt, wie weit sich ein Sprache in 300 Jahren verändern kann?

Selbst eine Marserise würde nach heutigen Technologien ungefähr ein helbes Jahr benötigen. Nur um dort hinzukommen. Es stellt sich also die Frage, inwiefern wir bereit sind, unsere Zeit dafür zu opfern. Darüber hinaus müsste man wahrscheinlich für eine solche Reise sein gesamtes Leben auf der Erde aufgeben.

Weltraumtourismus – Science-Fiction oder Realität?

Eher Realtiät. Schon jetzt gibt es sehr teure Weltraumausflüge, bei denen mit Flugzeugen Höhen erreicht werden, in denen man "den Weltraum streift". Auch ist es denkbar, dass in Zukunft Raumstationen wie die ISS nachdem sie außer Betrieb sind, von reichen Investoren gekauft und als "Weltraumhotels" genutzt werden. Es ist also äußerst realistisch, dass Dinge in diese Richtung schon bald passieren werden.

 

Der Link zur Videoaufzeichnung: https://youtu.be/Cw_nusvMdWA

Betreuer

Werner Pronkow

AG

Junior Science Café-AG Elmschenhagen

Schule

Gymnasium Elmschenhagen

Kiel, Schleswig-Holstein

Autoren

Bjarne Wittlieb

Mitglied des Junior-Science-Café-Teams am Gymnasium Elmschenhagen.